Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3

Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3

Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3

 

„Von seiner eigenen Sicht überzeugt sein, fühlt sich zwar gut an, kann aber in die Irre führen.“


 

In dem Video heute ‚Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3‘ zeige ich Ihnen einen weiteren Ausschnitt aus einem meiner Seminare. Sie erfahren, was geschehen kann, wenn man die eigene Wahrnehmung für das einzig Wahre hält.

 

Inhaltsverzeichnis

 

1       Die Kunst der Wahrnehmung, Teil 3

2       Was bedeutet es, wenn man nur die eigene Sichtweise für richtig hält?

3       Was bedeutet das genau?

3.1    Ein Alltagsphänomen

3.2    Kritisch wird es allerdings, wenn …

3.3    Selektive Wahrnehmung

4       Welche Konsequenzen hat das für die Mitarbeiterführung?

5       Sollte man dann überhaupt noch der eigenen Wahrnehmung vertrauen?

 

Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3

 

1       Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3

 

Im Teil 1 haben wir uns damit beschäftigt, zu verstehen, was Wahrnehmung ist. Und im Video ‚Die Kunst der Wahrnehmung Teil 2 haben wir uns damit beschäftigt, wie schnell man in seiner Wahrnehmungsfähigkeit getäuscht werden kann. Und zwar jeder von uns.

Heute im Video ‚Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3‘ werden wir uns die Verhaltensweisen von so mancher Führungskraft genauer anschauen. Und wir werden erkennnen, das so manche Führungskraft ein Verhalten an den Tag legt, das man schon fast als faschistoid bezeichnen kann. Dafür ist unter anderem auch die selektive Wahrnehmung verantwortlich.

 

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2      Nur die eigene Sichtweise für das einzig Wahre zu halten ist sehr fatal.

 

In dem heutigen Video ‚Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3‘ geht es unter anderem um das Wort Wahrnehmung und das darin das Wort wahr steckt. Und das verführt uns alle immer wieder dazu, dass wir das, was wir wahrnehmen als die Wahrheit annehmen. Aber es ist nicht die Wahrheit, es ist meine Wahrheit.

Vor allem im ersten Teil dieser kleinen Serie haben wir uns damit beschäftigt, dass Wahrnehmung weit über das, was uns unsere Sinne an Informationen liefern, hinaus geht. JEDER Mensch ordnet, das, was man wahrnimmt nach eigenen Mustern. Und so entstehen völlig unterschiedliche Informationen. Für die eigene Person ist das, was man wahrnimmt, das einzig sinnvolle. Eine andere Person hat einen völlig anderen Erfahrungshintergrund und kommt zu einem anderen Schluss. Es ist für diesen Menschen aber ebenfalls das für ihn sinnvolle.

Vor allem in einem neuen Team mit beispielsweise 10 Personen kommt es naturgemäß zu unterschiedlichen Sichtweisen. Denn jeder dieser Menschen hat einen anderen Erfahrungshintergrund. Folglich werden die gleichen Sachverhalte anders eingeschätzt oder besser gesagt interpretiert. Das ist logisch und ich denke, es wird niemand besteiten. Mit der Zeit, wenn es gemeinsame Erfahrungen gibt, können dadurch die Einschätzungen der Teammitglieder immer ähnlicher werden. Dadurch wird einerseits das Konfliktpotenzial verringert aber andererseits vielleicht auch die Kreativität beeinträchtigt.

Fatal wird es dann, wenn der Boss immer und überall recht hat, wenn er quasi die Wahrheit gepachtet hat. Wenn die Führungskraft die eigene Wahrheit als die einzige Messlatte anerkennt und als einzige Wahrheit. Das ist in letzter Konsequenz faschistoides Denken.

 

3     Was bedeutet das genau?

 

Den Begriff faschistoid verstehe ich hier nicht im politischen Sinne, sondern für mich ist es eine Geisteshaltung. Das möchte ich jetzt genauer erklären.

Faschistoid bedeutet nach dem von mir hier zugrunde gelegten Verständnis, dass eine Person die eigene Sichtweise, das eigene Verständnis als die einzige Wahrheit anerkennt. Die eigene Wahrnehmung wird als absolut gesetzt. (Mehr zum Begriff absolut bei Wiktionary.) Alle abweichenden Meinungen sind für denjenigen un-wahr, also nicht richtig und damit falsch.

So jemand verfährt nach dem Motto:

Das, was ich wahrnehme, das ist gut und richtig. Es ist nicht nur meine Wahrheit, sondern es ist die Wahrheit und die gilt für alle.

Wir alle unterliegen immer wieder der Gefahr, dass wir nur unsere eigene Meinung gelten lassen. Vor allem in Konfliktsituationen können wir sehr gut beobachten, wie man immer stärker nur auf die eigene Sichtweise beharrt.

Wie schnell man allerdings in der eigenen Wahrnehmung getäuscht werden kann, habe ich in den Teilen 1 und 2 deutlich gemacht. Aber jetzt erst einmal weiter im Beitrag „Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3“.

 

3.1    Ein Alltagsphänomen

Die eigene Wahrnehmung nur als das einzig Wahre und Richtige anzuerkennen, ist ein Phänomen, das im Alltagsleben tausendfach vorkommt. Wenn man sich selbst mal aufmerksam beobachtet, wird man überrascht sein, wie oft man solche Tendenzen zeigt. Das ist auch nicht weiter schlimm. Es ist eine ganz menschliche Eigenschaft. In aller Regel kann hier auch kein allzu großer Schaden angerichtet werden. Vorausgesetzt jemand ist nicht allzu sehr verbohrt in seine eigenen Sichtweisen.

 

3.2    Kritisch wird es allerdings, wenn …

Wenn allerdings eine einzelne Gruppe von Menschen von sich so übverzeugt ist, allein die Wahrheit gepachtet zu haben, dann wird es fatal. Weil, wie bereits in den Teilen 1 und 2 gesehen, unsere Wahrnehmung getäuscht werden kann. Und gerade im Teil 2 habe ich gezeigt, dass das ruckzuck geschieht und niemand davor gefeiht ist.

Und wenn meine Wahrnehmung getrübt oder getäuscht ist und ich nicht merke, dass ich einer Täuschung aufgesessen bin, aber meine Wahrnehmung als die einzig wahre Wahrheit betrachte, dann wird es kritisch. Und genau darum geht es in dem Video ‚Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3‘.

So lange das nur Einfluss auf das eigene Leben hat, dann wird so eine Fehleinschätzung auch eher nur das eigene Leben beeinträchtigen. Wenn aber Menschen oder Menschengruppen ihre Sichtweise auf Andere übertragen und andere Sichtweisen nicht gelten lassen, dann werden sich unschöne Auswirkungen nicht vermeiden lassen.

 

3.3    Selektive Wahrnehmung

Einerseits neigen wir alle dazu Aspekte, die nicht in unseren Kram passen auszublenden. Davor kann sich niemand schützen. Auf der anderen Seite nehmen wir nur das sehr fokussiert wahr, was uns im Moment in den Kram passt. Alle anderen Aspekte werden einfach ausgefiltert. Ein Vorgang, den wir gar nicht bewusst steuern. Es geschieht einfach. Wenn wir also von etwas so sehr überzeugt sind, dann sind wir geneigt, alles was dem entgegen sprechen könnte nicht wahrzunehmen und alles was passt einer zu großen Bedeutung beizumessen. (Zum Thema ‚Selektive Wahrnehmung‘ siehe auch bei Wikipedia.)

Und weil auch das ein alltägliches Phänomen ist, dem sich niemand entziehen kann, ist es ungeheuer wichtig, andere Sichtweisen, Beurteilungen, Wahrnehmungen mit einzubeziehen. Vor allem bei wichtigen Entscheidungen.

Zum Phänomen der selektiven Wahrnehmung ein kleines Beispiel. Falls Sie Kinder haben, dann werden Sie sich sicherlich auch noch an die Schwangerschaft erinnern. Wieviele Schwangere haben Sie zu diesem Zeitpunkt gesehen. Ich vermute viel mehr als heute. Man war damals dafür sensibilisiert.

Aber eine Sensibilisierung kann auch bedeuten, dass man Aspekte, Vorgänge, Ereignisse, die ebenfalls von Bedeutung sein könnten, nicht wirklich wahrnimmt. Und das haben wir alle auch schon erlebt. Wir haben uns etwas, das wir unbedingt haben wollten so in den Kopf gesetzt, dass wir alle Aspekte, die von einem Kauf abraten würden, ignoriert oder erst gar nicht wahrgenommen haben. Das Resultat: Es war ein Fehlkauf.

Als Führungskräfte unterliegen wir auch immer selektiven Wahrnehmungen. Das sollte man respektieren und gleichzeitig auch respektieren, dass man Entscheidungen nicht nur für sich trifft, sondern eine mehr oder weniger große Zahl von Mitarbeitern und schließlich auch für das gesamte Unternehmen.

Deshalb: beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse mit ein. Es nicht zu tun ist einer der 5 dümmsten Führungsfehler, den allerdings die Top-Führungskräfte vermeiden.

 

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4       Was bedeutet das für die Führung von Mitarbeitern?


 

Nun zu dem, warum mir im Video „Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3“ diese Gedanken im Zusammenhang mit der Führungskräfteentwicklung so wichtig sind.

Ich habe in meinen Coachings, Trainings und Beratungen immer wieder erlebt, dass viele Führungskräfte nur die eigene Sichtweise gelten lassen. Andere Wahrnehmungen, andere Sichtweisen, die von der eigenen Wahrnehmung abweichen, werden ingnoriert. Ja solche Führungskräfte empfinden Mitarbeiter, die anderer Meinung sind als Störenfriede. Man beharrt stur nur auf der eigenen Sicht, weil man nur diese für gut und richtig hält.

Dass es selbstverständlich auch immer Nörgler gibt, die immer eine andere Meinung als Andere haben, das weiß ich auch. Das meine ich auch nicht. Ich sehe hier die Führungskräfte vor mir, die von sich so überzeugt sind, dass das was Andere denken und meinen, wenn es sich von der eigenen Sichtweise unterscheidet, immer falsch ist.

Wie schnell man in seiner Wahrnehmung getäuscht wird, habe ich ja gezeigt. Und dann muss man sich nicht wundern, dass so und so oft Projekte vor die Wand gefahren werden. Andere Wahrnehmungen (Wahrheiten), zum Beispiel die der Mitarbeiter, würden helfen und Fehlentscheidungen verhindern.

Warum gelingt es vielen Führungskräften nicht, sich auch mal auf das Urteilsvermögen ihrer Mitarbeiter zu verlassen? Genau deshalb, weil sie sich selbst für der Weisheit letzter Schluss halten.

Meine Erfahrung: die Top-Führungskräfte wissen, ihre Wahrnehmung von Ereignissen, Situationen, Problemen ist eine Wahrnehmung – von mehreren. Die Sichtweisen der Mitarbeiter mit einzubeziehen hilft, Fehltentscheidungen zu vermeiden.

Für den Fall, dass Führungskräfte dem Urteilsvemögen der eigenen Mitarbeiter nicht vertrauen, fallen mir im Moment nur zwei Antworten ein. (Falls Ihnen weitere einfallen, schreiben Sie mir doch bitte einen Kommentar.)

Entweder hat die Fürhungskraft die falschen Mitarbeiter (eingestellt), die nicht das Wissen, die Erfahrung, das Knowhow haben – bleibt die Frage, warum tut sie das? – oder es hat etwas mit der eigenen Persönlichkeit zu tun, dass man selbst Schwierigkeiten hat anderen Menschen zu vertrauen.

(Das ist ein weiteres sehr interessantes Thema, die Persönlichkeit von Führungskräften, das ich in einem der nächsten Beiträge einmal aufgreifen werde.)

Wenn man nicht die Mitarbeiter hat, die mich als Führungskraft unterstützen können, dann ist es meine Aufgabe als Führungskraft durch das Coaching meiner Mitarbeiter für Abhife zu sorgen.

 

 

5       Sollte man dann noch der eigenen Wahrnehmung vertrauen?

 

Aber ja. Auch darauf weise ich im heutigen Video ‚Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3‘ ausdrücklich hin.

Eines soll klar und deutlich herausgestellt werden: wenn man eine Entscheidung fällen muss, dann wird man sich letztendlich auf die eigene Wahrnehmung verlassen, auch wenn sie sich von der der Mitarbeiter unterscheidet. Wenn es unterschiedliche Sichtweisen gibt, wäre es absurd, bei Entscheidungen nicht auf das eigene Urteilsvermögen zu vertrauen.

Die Top-Führungskräfte wissen dann aber gleichzeitig, dass sie vielleicht falsch liegen können. Sie sagen nicht: „Meine Wahrnehmung ist die einzige Wahrheit“. Sie sagen: „Vielleicht liege ich falsch.“ Aber wenn es drauf ankommt, dann kann ich nur nach dem entscheiden, was mir meine Wahrnehmung rät. Und sie sind bereit zu lernen, wenn sie daneben gelegen haben und schieben es dann nicht Anderen in die Schuhe. Genau diese Einstellung verhilft ihnen zu einem permanenten Entwicklungs- und Lernprozess.

Meine Empfehlung:

Überprüfen Sie doch ab sofort einmal, wie oft Sie selbst dazu neigen nur Ihre eigene Wahrnehmung als die einzig wahre Wahrheit anzuerkennen.

 

Wer ganz schnell noch mehr lernen möchte, dem empfehle ich meinen kostenlosen Videokurs:

 

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Wenn Sie diese Fehler vermeiden, dann werden Sie eine Führungskraft, an die sich die Umwelt erinnert!

 

Hier geht’s zum heutigen Video. Die Kunst der Wahrnehmung Teil 3!

 

Weiterführende Literatur zum Thema hier …

Mehr über selektive Wahrnehmung hier …

und hier …

2 Antworten so far.

  1. Guter Artikel! Hilfreich ist hier auch das modell „Johari-Fenster“. Das zeigt sehr anschaulich die Dimensionen unserer blinden Flecke…
    Jan von wille

  2. haraldgbutzko sagt:

    Hallo Jan von Wille,
    vielen Dank für Ihr Feedback. Ich freue mich immer über Kommentare, weil es mir zeigt, dass die Artikel gelesen werden und dann auch weiterhelfen. Nochmals danke.
    Harald G. Butzko

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